Einmal im Leben auf einen Vulkan – Der Pinatubo Trek

Im Zentrum der Hauptinsel der Philippinen, Luzon, liegt der erloschene Vulkan Pinatubo. Am 12 Juni 1991 explodierte der Vulkan und schleuderte eine Aschewolke Kilometerweit in die Luft. Die Katastrophe auf den Philippinen nahm ihren Lauf. Die Aschewolke war so gewaltig, dass Weltweit Auswirkungen davon Spürbar und auch Sichtbar waren. Weitere Informationen dazu findest du hier. Ich will mich hier nicht über die Geschichte auslassen, sondern darüber, wie du zum erloschenen Krater des Pinatubos Trekken kannst. Ein kurzes dazu Video am Artikelende

Ausgangspunkt

Der wohl einfachste Ausgangspunkt für den Trip auf den Vulkan ist Angeles City. Hier findest du Hotels in allen Preislagen. Wir helfen gerne. Der Pinatubo Trip ist an Angeles City in einem Tag zu schaffen. Natürlich geht es auch ab Manila, dann ist allerdings die Anfahrt länger und man muss wirklich sehr früh aus den Federn. Am einfachsten man mietet sich ein Zimmer in Angeles für 2 Nächte, dann gibt’s keinen Stress.

Die Anbieter

Im Netz findest du viele Anbieter. Auch in Angeles City gibts an jeder Ecke den Trip zu Buchen. Allerdings sind diese oft überteuert. Die einfachste und Günstigste Variante ist die individuelle. Der Anbieter „Capas Tourist & Botolan Pinatubo“ hat alles was man für den Trip benötigt. Das beginnt beim obligaten Blutdruckmessen für Ü50er bis zum 4×4 Vehikel, das dich durch die Aschefelder bis zum Drop off bringt. Das ist der Punkt, an dem selbts die 4×4 nicht mehr weiterkommen. Ab hier geht es zu Fuss weiter. Die Preise unten verstehen sich ohne Abholung in Angeles City. Wir sind individuell bis zum Office gefahren, daher kann ich die Preise für’s Abholen in Angeles City leider nicht nennen.

Hier findest du das Buchungs Office Capas Tourist + Botolan (oranger Marker)

Preise:

Capas Tourism & Botolan Fees Pinatubo
Nummer: +63 (0)9209171229
4x4 Vehilcle3000 Pesos Max. 5 Personen
Local Guide500 PesosPro 4x4
Tourismus Fee300 PesosPro Person
Botolan Fee400 PesosPro Person
1 Person4200 Pesos
2 Personen4900 Pesos
3 Personsn5600 Pesos
4 Personen6300 Pesos
5 Personen7000 Pesos

In der Regensaison werden keine Touren gemacht. Diese dauert in dieser Ecke der Philippinen von Ende März bis Anfang September. In dieser Zeit ist es zu Gefährlich die Touren zu machen. Warum dem so ist, wird dir vielleicht bei diesen Bildern klar.

Die Fahrt zum Drop off

Der Drop off ist der Endpunkt, an den selbst die 4×4 nicht mehr weiterkönnen. Ab hier geht es zu Fuss, je nach Flusslauf und Streckenführung kann der Drop off an einer anderen Stelle sein. Bei uns dauerte die Abenteuerliche Fahrt im 4×4 gute 1.5 Stunden. Danach waren wir gut Durchgeschüttelt. An dieser Stelle ein Kompliment an unseren Fahrer und das Gefährt. Die Leute wissen ganz genau, was Sie tun, Fahren können Sie!!

Anfangs führt die Fahrt durch das ehemalige Flussbett des o’Donnell Rivers. Das breite Flussbett ist wie jedes hier in der Region mit Asche gefüllt und daher Topfeben. Die Wasserrinnsale die durch die Aschefelder fliessen, verdienen den Ausdruck „Fluss“ eigentlich nicht. Nach 30 Minuten erreicht unser Gefährt etwas ruppigeres Gelände. Die weite ebene verengt sich zu einer Schlucht. Ab jetzt heisst es, sich gut festhalten. Es geht durch etwas tiefere Wasserläufe und über Felsbrocken. Der Fahrer hat alle Hände voll zu tun. Aber er macht das nicht zum ersten Mal merkt man.

Die Schlucht wir immer enger. Die Aschewände links und rechts immer höher. Der Wasserlauf den wir nun öfters durchqueren immer tiefer. Wir halten uns an allem möglichen Fest, denn der Jeep überwindet Steigungen und Gefälle, gespickt mit Riesigen Steinen. Es schüttelt und Rüttelt. Festhalten ist die Devise.

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Eine kleine Wanderung

Ganz egal, ob die Fahrt zum Drop off nur eine Stunde dauert oder etwas mehr oder weniger. Ich war froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Die Arme und Hände etwas ausschütteln und in Ruhe einen Schluck Wasser zu trinken ohne Angst zu haben, die Hälfte zu verschütten. Ab hier dauert die kleine Wanderung rund eine Stunde. Der Weg ist einfach. Ab und zu muss durch Wasser gewatet werden. Tipp: gute Schuhe (meine Philippinischen Begleiter und auch der Tourguide haben das natürlich in Flip-Flops gemacht! 😉

Kontinuierlich geht es nach oben. Aber nie so Steil, dass man klettern muss. Der „Weg“ kann problemlos zu Fuss erlaufen werden. Unterwegs gibt es eine Frischwasserquelle. Als wir da waren, habe ich davon meinen Frischwasser Vorrat aufgefüllt. Kurz vor dem Endspurt zum Krater gibts noch eine kleine Verschnaufpause. Ab hier ist es nicht mehr Weit.

Irgendwann erreichen wir eine höhe, die höher ist als der Kratersee. Das merkt man daran, dass plötzlich jegliches Wasser fehlt, das auf der Afahrt und der ganzen Wanderung stetiger Begleiter war. Es ist nicht mehr weit. Die letzten Meter führen durch ein Schmales ausgetrocknetes Flussbett. Oben angekommen, Stehst du an Einschnitt zum Flussbett, welches aus dem Krater herausführt.

 

PINATUBO TREK, PHILIPPINES. JUST DO IT! Click to Tweet

Am Krater angekommen

Der Aussichtspunkt selber ist sehr einfach gehalten mit 3 Gebäuden, die Schatten Spenden. Ausser uns war nur noch ein Ranger und 2 Leute mit kalten Getränken vor Ort. Mehr nicht. Du befindest dich hier bereits IM Krater. Der Kratersee liegt einige Meter unter dem Aussichtspunkt. Über eine Treppe kannst du zum See hinunter steigen. Rund um den See Türmen sich die Wände des Kraters hunderte Meter in den Himmel. Sehr beeindruckende Kulisse, wofür sich die Strapazen lohnten.

Ausrüstungs Empfehlung

  • Gute Schuhe
  • Viel Trinkwasser
  • Eine ID oder den Pass
  • Einen Hut
  • Leichte Kleidung
  • Sonnenschutz

Gut zu wissen

Einen Ausweis mitbringen für die Registrierung. Ü50 werden einem Blutdruck Test unterzogen. Letzter Start ab dem Office ist 7am. So reicht die Zeit für hin und Rückweg Problemlos. Du willst da nicht im Dunkeln sein! Viel Wasser und etwas Kleines zum Essen bringen (wenn gewünscht). Kann auch direkt beim Buchungsoffice gekauft werden. Am Kratersee ist absolutes Badeverbot. Es gibt Toiletten beim Aussichtspunkt. Unterwegs aber nicht. Am Aussichtspunkt gibt es einen Ranger mit Funk, falls mal etwas sein sollte. Bei Regen empfehle ich den Trek nicht. Auch wenn es gerade NICHT Regensaison ist.

In diesem Artikel habe ich mich etwas über die Region ausgelassen, aus der Rosalyn, meine Frau stammt. PINATUBO: Leben am Fusse des Vulkans

Deine Meinung
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