The Art of Travel – 9 Reisearten in den Philippinen

Thailand, Europa und viele andere Länder sind millionenfach bereist. Erprobte Routen, genaue Angaben, Konkrete Preise, Exakte Zeiten. Alle Informationen können problemlos in Reiseführern, online und in vielen Reiseblogs nachgelesen werden.

Wenn du in den Philippinen Unterwegs bist, ist Reisen anders. In einem Land das aus weit mehr als 7000 Inseln besteht, kann Reisen eine Herausforderung werden. Informationen zu Abfahrtszeiten oder Preisen sind oft widersprüchlich, wenn überhaupt vorhanden. Und ich finde, das ist gut so. Reisen in den Philippinen bedeutet, sich mit den Menschen auseinandersetzen, den Weg suchen und das Ziel als Nebensache sehen. Wer sich darauf einstellt wird in den Philippinen eine Wundervolle Zeit verbringen

Die 9 meist verwendeten Verkehrsmittel in den Philippinen sind Flugzeuge, Fähren, Busse, Mini- Vans, Jeepneys, Taxis und Tricycels und eine Überraschung als Nummer 9 😉 Als Reisender in den Philippinen wirst du mit fast allen in Kontakt kommen. Worauf du bei jedem einzelnen achten musst erfährst du in diesem Artikel

1 – Unterwegs mit dem Flugzeug

Wenn du mit dem Flugzeug innerhalb der Philippinen Reist, ist der Flug selber immer relativ kurz. Aber du hast auch die Anreise zum Flughafen, die Wartezeit am Gate usw. Du musst also für eine Flugreise mindestens einen halben Tag, meistens aber einen ganzen Tag rechnen. Flüge im Inland sind günstig. Selten bezahlst du mehr als 100 Euro. Auf den Webportalen der Airlines finden sich auch oft gute Promos. Eine Buchung kann ein paar Tage vorher über die Apps der jeweiligen Fluggesellschaft problemlos erfolgen.

Die Flüge sollten aber auch nicht 3 Monate zum Voraus gebucht werden und wenn, nur mit einer Annullationsversicherung. Zu oft ändern sich Flugpläne, Wetter und unvorhersehbares. Die Populärsten Fluggesellschaften im Inland sind Cebu Pacific, Philippine Airlines und AirAsia. Die Fluggesellschaft Zest Air auf dem Bild ist zwischenzeitlich von AirAsia übernommen worden.

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2 – Mit Fähre oder Boot

Es gibt viele Fähren zwischen den Inseln. Aber es ist nicht immer einfach herauszufinden, wo diese abfahren, was die Überfahrt kostet und ob der Fahrplan aktuell ist. Die Bekannteren Fährrouten sind in Reiseführern gut beschrieben mit Preisen, Anfahrtswegen, Fahrplänen usw. Sobald du eine etwas speziellere Fährroute nimmst, wirst du feststellen, dass du nur durch Fragen an Informationen herankommst.

Fahrpläne sind generell mit Vorsicht zu geniessen. Auch die offiziellen Webseiten enthalten oft veraltete Angaben. Auch sind Fährverbindungen Natürlich sehr Wetterabhängig. Bei Regen und Wind kann eine Überfahrt schon mal abgesagt werden.

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Für kleinere Strecken bieten sich die Philippinischen Bancas an. Die typisch Philippinische Bauart mit den grossen Auslegern sind Weltweit immer wieder ein beliebtes Fotoobjekt. Diese Boote haben einen extrem Flachen Tiefgang und können daher, anders als Fähren, näher an die Inseln Fahren. Oft auch direkt an den Strand, wo man einfach im Warmen und Seichten Wasser absteigen kann. Diese Art der Seereise findet sehr nahe am Wasser statt. Wer nicht seefest ist, sollte sich einen solchen Transport vorher überlegen. Zwischen den Inseln kann der Seegang oft recht Lustig sein. Ich persönlich liebe es, ein Spiel der Wellen zu sein und die Kunst der Kapitäne zu bestaunen, wenn Sie das Banca gekonnt durch alle Unbillen der Philippinischen Gewässer steuern.

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3 – On the Road im Bus

Philippinos Reisen oft und viel mit Bussen. Busse sind Günstig und du findest in jeder grösseren Ortschaft Bus-Terminals. Die Busse fahren 24 Stunden. Du findest also zu jeder Zeit einen Bus, der dich an dein Ziel bringt. Vorsicht: es gibt keine „Busticket-Schalter“ im Terminal. Wenn dir Jemand ein Ticket in die Hand drückt und Geld dafür verlangt, bist du betrogen worden. Bezahle nie jemand anderen als dem Ticket Mann IM Bus. Suche DEINEN Bus, setz dich auf einen Platz und warte bis der Bus Abgefahren ist.

Sobald der Bus auf der Strecke ist, geht der Ticket Mann zu jedem Passagier und fragt nach dem Ziel. Dann erhältst du einen Zettel mit ausgestanzten Nummern von ihm. Diese Nummern Repräsentieren deinen Fahrpreis. Nachdem der Ticket Mann die Runde im Bus machte, kommt er wieder bei dir vorbei und kassiert ein. Noch mehr Tipps zum Busfahren:

  • Willst du de etwas Teurere Klimatisiert Variante oder die Kostengünstige „Open Window“ variante. Bei der Klimatisierten Variante benötigst du einen extra Schal oder eine Jacke
  • Die Busse halten überall auf der Route, um Leute ein oder auszuladen. Dadurch verlängert sich die Reisezeit. Geduld ist also angesagt
  • Viele Buslinien haben WIFI und TV an Bord (nicht alle). Wobei im TV meist Philippinische Filme laufen
  • Die Busfahrer in den Philippinen sind verkannte Formel 1 Rennfahrer. UU nichts für schwache Nerven
  • Setze dich nicht in den hintersten Bereich, wenn du ein Nickerchen machen willst. Die Federung dieser Fahrenden Geschosse ist nicht immer die beste
  • Der Bus fährt erst los, wenn genügend Passagiere eingestiegen sind

Populäre Buslinien in den Philippinen sind: Five Star, Philippine Rabbit, Ceres, Victory Liner. Nebst diesen Bekannten Busgesellschaften finden sich noch viele andere Unternehmen.

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Der Fahrpreis her beträgt 273 Pesos
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Im Busterminal
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Ein Bus ganz für uns alleine

4 – Fahrende Blech Sardinen, die Minivans

Minivans sind ein ebenso beliebtes Verkehrsmittel wie Busse, aber Günstiger. Der grösste Vorteil von Minivans ist, dass diese sich problemloser durch dichten Stadtverkehr schlängeln können. Mini-Vans haben, wie die Busse, eine festgelegte Route. Oft sind die Busse und Van Terminals dieselben. Tipps zu Reisen im Minivan:

  • Die Fahrer fahren erst los, wenn der letzte Zentimeter des Minivans ausgenutzt ist
  • Du kannst mit dem Fahrer einen Preis aushandeln, wenn du den Minivan für dich alleine Mieten willst. Das ist zwar etwas teurer, aber dafür hast du Platz und es werden keine extra Stopps unterwegs eingelegt um Passagiere einzusammeln
  • Die Minivans sind meist völlig überladen, weil diese mit extra Sitzen ausgestattet sind. In einem Mini-Van finden bis zu 20 Leute Platz
  • Versuch den Beifahrer Sitz zu ergattern und dort als letzter einzusteigen. Dann musst du deinen Platz nur mit 4 Leuten plus dem Fahrer teilen und nicht mit den 16 Personen im hinteren Teil
  • Die Fahrpreise werden vor Fahrtbeginn eingesammelt
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Mehrfach erprobt: So viele Passen in einen Minivan + Taschen, Reissäcke und Küchenutensilien

5 – Jeepneys

Die Bunten, Lauten, stygischen Fahrzeuge werden für den Nahverkehr benutzt. Auch Jeepneys fahren auf festgelegten Routen, die zumeist in Bunten Farben auf die Fahrzeuge gemalt sind. Wenn du von einem Jeepney mitgenommen werden willst, stellst du dich einfach an den Strassenrand und winkst. Die Sitzordnung innerhalb der Jeepneys befindet sich quer zur Fahrtrichtung. Wenn möglich versuche, auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen. Wenn du hinten einsteigst, bleibe möglichst nah bei der Einstiegsluke – das Aussteigen geht so viel einfacher.

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OOPS, da stimmt noch etwas nicht...

Der Fahrpreis wird direkt dem Fahrer bezahlt. Wenn du aussteigen willst rufst du dem Fahrer „Stop“ oder „Para lang“ (Anhalten bitte) oder du schlägst mit einer Münze auf Metall, so dass der Fahrer es hört. Das ist für den Fahrer das Zeichen zum Stoppen. Vorsicht beim Aussteigen. Oft halten die Jeepney Fahrer mitten auf der Strasse um Leute ein oder Aussteigen zu lassen. Wenn du dort Aussteigst, kann es gut sein, dass du inmitten des Strassenverkehrs stehst.

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Hier siehst du meinen Jeepney, der bei einer Flussüberquerung abgesoffen ist. Aber alles wieder ok.
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6 – Taxi

Nur in den grösseren Städten wirst du Taxis finden. Wie beim Jeepney kannst du Taxis einfach am Strassenrand heranwinken. Der Fahrpreis richtet sich nach der Stecke. Es Empfiehlt sich, sich vorab in einem Hotel oder Restaurant erkundigen, was der reguläre Preis für deine Strecke ist. Diesen Preis dann mit dem Fahrer verhandeln oder auf den Einsatz des Taximeters bestehen. In Einkaufszentren, Flughäfen oder anderen öffentlichen Einrichtungen findest du Taxi Terminals.

Dort stellst du dich einfach in die Schlange und wartest, bis du an der Reihe bist. Leider gibt es unter den Taxifahrern auch Schlitzohren. Versuche auf dein Bauchgefühl zu hören. Wenn du ein schlechtes Gefühl hast, dann Steig erst gar nicht ein. Wenn du dir ein Taxi vom Hotel kommen lässt oder ein Taxi bei einem Offiziellen Terminal (zum Beispiel bei einem Einkaufszentrum) benutzt, bist du auf der Sicheren Seite.

Die Zwei Fahrdienste UBER und GRAB haben sich auch auf den Philippinen angesiedelt. Nicht in jeder Stadt stehen diese Dienste aber zur Verfügung. In Manila findest du am Internationalen Airport einen GRAB Stand. Du kannst dir auch die jeweilige APP aufs Handy laden. Es empfiehlt sich, eine Philippinische SIM Karte für diese Dienste in Betrieb zu nehmen mit einheimischer Nummer und einem Datenvolumen. SIM Karten sind am Ausgang am NAIA zu Kaufen oder praktisch in jedem Geschäft. Mehr dazu in unserem Bestseller Artikel-  alles über Handy und Anbieter in den Philippinen

7 – Tricycles – die Philippinische Variante des Thailändischen Tuk-Tuk’s

Ein Tricycle ist die Philippinische Variante von einem Motorrad mit Seitenwagen. Für individuelle Transporte das richtige Fahrzeug. Im Verhältnis zu Bus, Van und Jeepney sind Tricycles jedoch relativ teuer. Kleines Beispiel: eine Busfahrt von Manila nach Angels City kostet 250 Peso und dauert etwa 3 Stunden. Die Fahrt vom Busterminal bis zu unserem Haus kostet 150 Peso (nach verhandeln) und dauert 10 Minuten. Trotzdem sind diese Gefährte Praktisch, weil sie dich direkt vor die Haustüre bringen.

Die Platzverhältnisse im Inneren des «Seitenwagens» sind allerdings für Europäische Staturen eher ungeeignet. Wenn es das Wetter und der Fahrer zu lassen, setze ich mich meist auf den Sozius des Bikes. Denn in den Angeschweissten Seitenwagen kann ich mich nur reinquetschen, wenn ich ich mich so 3- bis 4-mal zusammengefaltet habe. Der Fahrpreis richtet sich nach der Strecke. Meist ist der verlangten Preis um etwa 50 Peso zu hoch. Handeln lohnt sich immer.

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Die Luxus Variante
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Die Business Variante
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8 – Mit dem Motorrad

Da ich kein geübter Motorrad Fahrer bin, halte ich von dieser Art der Fortbewegung möglichst Abstand. Der grösstenteils Chaotische Verkehr in Urbanen Gebieten bedingt einem Motorradfahrer sehr viel ab. Insbesondere, wenn dieser Ausländer ist und sich im Philippinischen Strassenverkehr nicht auskennt.

Es gibt aber durchaus Gründe, sich einen Roller, oder auch ein grösseres Bike zu Mieten oder zu Kaufen (ja nach Dauer des Aufenthaltes). In Ländlichen Gebieten dünnt sich der Strassenverkehr aus und das unübersichtliche Verkehrs Gewusel einer Stadt weicht freien Strassen. Das ist aber keine Freikarte, den Gashahn aufzudrehen. Ganz im Gegenteil. Gerade in Provinziellen Gebieten springt öfters mal ein Tier oder auch Kinder unbedacht auf die Strasse, weil eben weniger Verkehr Herrscht. Also, Augen auf und immer schön aufpassen, dann steht einem Rollerausflug nichts mehr im Wege. Einen Roller kann man in der Regel für um die 500 Peso pro Tag Mieten. Preise können aber stark variieren, ja nachdem, wo man Mietet. Oft ist eine Miete auch für längere Zeit möglich, was unter dem Strich Günstiger ist.

Sicherheit: Auch in den Philippinen gibt es gesetzte. Helmplicht ist Selbstverständlich, auch für den Sozius, und auch wenn die Sonne noch so Knallt. Gutes Schuhwerk und Lange Hosen können je nach Polizeikontrolle auch kontrolliert werden. Der Internationale Führerschein ist 3 Monate Gültig ab Einreise. Mehr Infos dazu bei den Kollegen von philippinen-tipps.com

9 -Die Einheimische Art der Fortbewegung

Eine Reise Art, die ich dir zum Schluss unbedingt ans Herz legen will. Dieses «Gefährt» ist nicht ganz einfach zu steuern, aber es macht einen Riesen Spass, auf einem Carabao durch die Reisfelder zu Reiten.

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The Art of Travel in Philippines

Die Kunst des Reisens in den Philippinen. IN den Philippinen Unterwegs zu sein, eine Gewisse Gelassenheit zu zeigen. Die Europäische Mentalität zuhause zu lassen. Wenn nicht heute dann morgen. Wenn du diese Gelassenheit, die jeder Philippino von klein auf Trainiert, selber anwendest, dann beherrschst du „The Art og Travel in Philippines“. Auch wir sind oft und gerne auf Reisen in den Philippinen. Oft auch mit einem der obigen Vehikel, gerne aber auch Individuell, meist mit einem Van, bis zum Bersten gefüllt mit Verwandtschaft. Aber ganz egal, welche Kunst des Reisens du für dich die beste findest, es ist zu jder Zeit ein Abenteuer, in den Philippinen unterwegs zu sein.

Jetzt bist DU dran

Erzähl uns deine Erfahrung in den Kommentaren, denn wir sind sicher, dass du vieles erlebt hast. Schon nur eine ein einfacher Jeepney Ride kann für Länger gewachsene Menschen, die sich das erste Mal in solch ein Vehikel zwängen, zu einer Lebenserfahrung werden. Oder du hast es geschafft, mit einem Tricycle mehrere Stunden eine Sightseeing Tour zu unternehmen – ICH weiss wie das ist. Aber lass uns an DEINEM Abenteuer Teilhaben. Ab damit in die Kommentare

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4 Gedanken zu “The Art of Travel – 9 Reisearten in den Philippinen”

  1. Hallo. gute infos. habe noch nicht alles gelesen. Bis jetzt fehlt der „center car“ . Bei uns sieht man diese Fahrzeug viel.
    Sonnige Grüsse Dieter

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